Interessantes zum Thema “Surfboard Eigenbau”

Das Finnen 1 x 1, was gibt es alles?

Die Finnen,

Sie geben Deinem Board den Charakter, sie halten Dich in der Wellenwand und sie bestimmen auch Deinen Surf-Style.
Welches Set-Up (Auswahl) ist denn jetzt aber das richtige? Diese Frage stellen sich sicher viele von euch.
Hier eine grobe Übersicht der Häufigsten Finnen Set-Up`s:

 

 

Single Fin (grosse Einzelfinne)

Die älteste und bei Longboards und SUP`s sehr beliebte Finnenwahl.
Vorteile: Eine Finne hat weniger Widerstand als mehrere, daher sehr schnell um Wellen anzupaddeln oder im gerade aus surfen.
Nachteile: Wenden lässt sich das Brett nur übers Tail (Hinterteil) daher geht auch Geschwindigkeit verloren, bei Longboards und anderen Bretter mit viel Volumen kein Problem, da diese sofort wider ins gleiten kommen.

Twin (zwei eher grosse Doppelfinnen)

Diese Finnen findet man oft auf Retro-Shapes wie breite Fish-Bretter.
Vorteile: Wer schon mal einen Twin gesurft ist schwärmt vom Style den man dabei performen kann. Lange gemütliche turns in die Wellen Face zu ziehen, da bei diesem Set-Up in den Kurven sogar Geschwindigkeit aufgebaut werden kann.
Ausserdem ist der Twin der Grossvater des Quad (4-Finnen).
Nachteile: Cut Backs und andere aggressive New School Manöver sind damit fast nicht möglich da man bei diesen Finnen eher weiter vorne auf dem Brett steht. In grossen und steilen Wellen droht ein abrutschen, da diese Bretter oft sehr breit sind und die Outline sich zu wenig in die Welle schneiden, die beiden Finnen können dies meist nicht kompensieren.

Thruster (3Finnen)

Der 3 Finnen Set-Up wurde im Jahre 1980 von Simon Anderson ins Leben gerufen, der Truster Set-Up mit 3 Finnen.
Die dritte Finne in der Mitte ermöglicht es dem Surfer unmittelbar “auf” den Finnen zu stehen, so können ohne Positionsänderungen der Füsse fast alle Manöver ausgeführt werden.
Vorteile: Mit dem Thruser lassen sich alle new School Manöver fahren, ausserdem können schnelle und aggressive Richtungsänderungen ohne Geschwindigkeitsverlust ausgeführt werden (braucht aber Übung)
Nachteile: Die drei Finnen ergeben beim anpaddeln in eine Welle etwas widerstand.

Quad (4Finnen)

Der 4 Finnen Set-Up wurde aus den Kiels (2-Finne) geboren. Als die Bretter immer kürzer aber Voluminöser wurden, wurden auch die Tail breiter und das verlangte nach einem neuen Set-Up. Der Weiterentwicklung des Twin lag nichts mehr im Wege. Die Fläche der beiden Twins wurde geteilt und ähnlich wie beim Truster neu angeordnet. Das heutige Quad war geboren.
Vorteile: Komischerweise hat das Quad weniger Widerstand beim anpaddeln als ein Thruster. Guter Halt in kleineren Wellen auch bei breiten Tails. Schnelle Down the Line surfs.
Nachteile: Werden die Wellen grösser und Hohl, dann kann auch ein Quad nicht mehr mit einem Thruster mithalten.

5ives / Fives (5Finnen)

Immer mehr Firmen rüsten Ihre Boards mit einem 5 Set-Up aus. Dies in erster Linie nicht weil sie mehr Finnen verkaufen wollen, sondern sie wollen dem Surfer die Möglichkeit bieten ihr Brett mit einem Quad oder auch mit einem Thruster Set-Up zu surfen.
Z.B.S. an einem kleinen Beachbreak mit dem Quad und am nächsten Tag mit einem Thruster auf der hohlen Barrel über dem Riff am nächsten Spot.
Es gibt aber auch einige Bretter die wirklich mit 5 Finnen gesurft werden, dabei ist die Mittelfinne eher grösser und die Seitenfinnen eher kleiner als bei einem Thruster / Quad. Das sind meist Spielereien der Shaper und funktionieren auch nur auf diesem Brett!
Vorteile: Brett kann für beide Bedingungen gebraucht werden
Nachteile: Man braucht beide Finnen Set Ups zu kaufen und muss sie auch dabei haben

1 + 2 (sidebites)

Auch hierbei handelt es sich um eine Mischung zweier Finnen Set Up`s, der Single Fin und einem kleinen Thruster.
Ist oft auf Malibus und Wellen SUP`s zu finden. Grosse Mittelfinne und eher kleinere Sidebites (kleiner als gewöhnliche Seitenfinnen des Thrusters)
Mit diesem Set up können ohne grossen Geschwindigkeitsverlust turns in die Welle gezogen werden.

Im Moment geht der Trend bei den Shapern in Richtung “je mehr Finnen, je mehr spass”! Ich habe in einem Forum schon Bretter mit 7 und mehr Finnen gesehen, auch kommen Asymmetrische Formen wider mehr in Mode.

Aber wie gesagt, jeder Surfer findet seine perfekte Welle wie auch seine perfekte Finnenaufstellung, wenn er sich wagt etwas auszuprobieren.

Unter diesem Link findet Ihr zusätzliche Erklärungen zur Finnenposition, Tail-Formen und Rails.

FinTailRails

Eigene Outline verwenden?

Ich werde oft gefragt wie man sich aus einem Bausatz sein eigenes “Shape” zaubert…

Hier ein paar Tipps:

In dieser Bildserie baue ich ein Chameleon mit abgeänderten Aussenform. Das Chameleon eignet sich wegen seinem flachen Rockers am besten für Retro Shapes. Single Fin Fish mit Step Rails. Nach dem Vorbild “The Bolt 70″von Shaper Legende Gerry Lopez.

Zunächst wird die Ober und auch die Unterseite beplankt und verklebt.
Dann wird die neue Outline auf Papier, Karton oder Restholz übertragen und ausgeschnitten.
Diese Schablone sollte nur die eine Hälfte eures Brettes abdecken.
Befestigt diese (am besten Beidseitig mit gutem Klebeband) und übertragt die Outline mit einem Bleistift. Danach “flipt” blättert ihr die Schablone auf die andere Hälfte und übertragt die neue Outline auch dort.
Achtung: Die Schablone muss für beide Seiten schön in der Mitte des Brettes sein, ansonsten wird das Brett ungleich und un-surfbar. Ist die Schablone zu schmal, dann messt für beide Seiten die gleiche Distanz vom Stringer und befestigt die Schablone ein paar cm vom Stringer entfernt.

Bild oben: Die neue Outline wurde gerade mit einer Stichsäge ausgeschnitten.
Achtung: Wählt ein langes Sägeblatt damit ihr Ober und Unterseite gleichzeitig schneiden könnt.
Stellt wenn möglich eure Stichsäge langsam und ohne Vorwärtsbewegung ein, ansonsten könnte das Holz und die Rippen einreissen.

Bild oben: Mehrere Schichten sind bereits aufgeklebt und verschliffen. Bei den Step Rails müsst ihr Acht geben dass auch dort genügend Material zum schleifen vorhanden ist. Am Besten Überlappend arbeiten und am Ende sauber schneiden und schleifen.

Bild oben: Die Herausforderung bei Step-Rails ist das laminieren. Schneidet die Glasmatte mit einer scharfen Schere sauber ein, dann gibt es keine Lufteinschlüsse.

So könnt Ihr aus einem Bausatz die spannendsten Shapes zaubern und im Wasser viel Spass und neidische Blicke ernten.

 

 

 

Die perfekte Nut ins Gerippe schneiden?

Ihr habt euer eigenes Gerippe gezeichnet oder von einem Schnittmuster übertragen, alles ausgeschnitten und dann…. Wie schneidet man am besten diese Nut hinein. Sie muss gerade sein und kann nur mit viel Aufwand nachgeschliffen werden. Mein Freund und Holzsurfbrett Bau Pionier Jack Young zeigt in diesem Video wie simpel das ganze gelöst werden kann.

 

"Das Surfboard Eigenbau Buch"

Das neue Buch von Jack Young bietet alle Information rund um den Eigenbau. In einem Kapitel beschreibt er wie man ein Brett ausmessen und in ein Holzbrett kopieren kann ohne dieses zu beschädigen. Das öffnet ganz neue Möglichkeiten, Jeder kann somit sein Lieblingsbrett in Holz nachbauen. Ausserdem beschreibt Jack wie man seine eigenes Brett entwerfen kann.

Positives: Ein tolles Buch mit vielen Bildern, Informationen und Vorlagen.

Negatives: Im Moment leider nur in Englisch erhältlich

“Das Surfboard Eigenbau Buch”

Woodsurfboardsupply Bausätze der 2. Generation

Brad Tucker präsentiert in diesem Kurzfilm seine neuen “Tucker Tabs”, diese Erfindung verkürzt die Aufstellzeit der Gerippe um einige Stunden. Ab sofort nur noch Bausätze der neuen Generation lieferbar!

Neu sind alle WSS Generation 2 Bausätze auch als “Paper Templates” erhältlich.